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Magdeburg (pl) l Magdeburg hat sich vorgenommen, den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" zu bekommen. Der Stadtrat hat dazu 2010 einen Beschluss gefasst, und von da an bereitet sich der Kulturbetrieb der Landeshauptstadt auf die Bewerbung dafür vor. Ziel war es, den Titel vielleicht im Jahr 2020 zu bekommen.
Grünen-Landtagsabgeordneter Sören Herbst meldet jetzt, dass die Europäische Kommission plane, die "Aktion Kulturhauptstädte Europas" für die Jahre 2020 bis 2033 neu zu strukturieren. Demnach solle Deutschland beispielsweise erst 2025 wieder dazu berechtigt werden, eine Hauptstadt zu benennen. Auf nationaler Ebene müsse eine Vorauswahl für die Bewerber schon fünf Jahre vorher festgelegt werden, im konkreten Fall also 2020.
Auch solle ein stärkeres Augenmerk auf die Finanzierungssicherheit der Bewerber und auf eine starke Ausprägung der europäischen Dimension gelegt werden. Bewerber sollen eine Langzeitstrategie vorlegen und einen nachhaltigen Nutzen nachweisen können.
Die Bewerber müssten folglich mit einem höheren Aufwand für Monitoring- und Evaluationsverfahren, also vor der Erarbeitung der Bewerbung und für Projekte, die darin einfließen sollen, rechnen, folglich mit höheren Kosten.
Die Europäische Kommission soll im Gegenzug die Bewerberstädte mehr unterstützen und klare Empfehlungen für die Bewerbungen herausgeben. Das Europäische Parlament muss noch darüber beraten und das neue Konzept beschließen.
Nach Ansicht des Kulturbeigeordneten Rüdiger Koch ist die Magdeburger Bewerbung durch die europäischen Pläne nicht gefährdet. "Unter Umständen gewinnen wir sogar etwas Zeit und können aus dem Verfahren ein wenig Geschwindigkeit nehmen", so Kochs erste Reaktion auf die zu erwartende neue Situation. "Wir haben auch immer gesagt, dass wir uns für ein Jahr ab 2020 bewerben wollen. Welches das dann ist, wäre zweitrangig." Ein Rückzug aus der Bewerbung sei auf jeden Fall nicht sinnvoll. Die Stadt habe seit dem Stadtratsbeschluss, den Kulturweg nach Europa zu gehen, viele Projekte und Aktionen angeschoben, die in die Bewerbung einfließen sollen. Dazu komme, dass Magdeburg bei vielen seiner Kulturstrategien schon jetzt auf Nachhaltigkeit setze, folglich erfülle die Stadt bereits diese Forderung der Europäischen Kommission. Die Bewerbung und der Titel selbst böten eine fast einmalige Gelegenheit, die große kulturelle und geschichtliche Bedeutung Magdeburgs für Europa deutlich zu machen und wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.
Darum sollte unbedingt an der Bewerbung für den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" festgehalten werden, auch wenn es etwas schwieriger werden könnte, meint Rüdiger Koch.
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Zitat aus Artikel: "Auch die eigene Offenheit kann laut Studie zu mehr Akzeptanz führen: Geoutete Menschen berichteten demnach von weniger Diskriminierung als jene, die nicht offen mit ihrer Neigung umgingen. (dpa)" Das ist auch meine Erfahrung. Nachdem ich bis zum 55. Lebensjahr gebraucht habe, selbst zu meiner Transsexualität zu stehen und meine Angst zu überwinden, lebe ich völlig offen damit. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Meine Umwelt und selbst meine Familie akzeptieren mich so. Einer der Gründe, warum ich offen dazu stehe und sogar wesentliche Teile meiner Transition im Internet veröffentlicht habe ist, den Menschen zu zeigen, dass wir auch nur normale Menschen sind und keine Exoten. Nur der offene Umgang mit Homo- und Transsexualität kann für allgemeine Akzeptanz und Toleranz sorgen. Leider werden da aber von gesellschaftlicher und staatlicher Seite noch zu viele Hürden für uns aufgebaut, die auch diskriminierend sind. So zum Beispiel, dass keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist oder man als Transsexueller erst als "psychisch gestört" (F64.0 – Geschlechtsidentitätsstörung) gelten muss, in einem so genannten Alltagstest (für bis zu 18 Monate leben im gefühlten Geschlecht mit falschen Papieren, ohne mögliche körperliche Anpassungen) den Beweiß antreten soll und die Änderung des Vornamens und des Geschlechts nur über Gericht erlangen kann, was bis zu 3.000,- Euro kosten kann. Andrea Süßenguth
Glueckwunschzum Sieg Hanne.