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Vor 1075 Jahren ist Ottersleben erstmals urkundlich erwähnt worden. Anlässlich der Feierlichkeiten hat sich Jürgen Kempe vorgenommen, mit seinem Fahrrad 1075 Kilometer zurückzulegen. Sein Ziel hat er bereits erreicht - die Krönung soll noch folgen.
Ottersleben l Auf zwei Rädern unterwegs zu sein und dabei von März bis Anfang November mehrere Hundert Kilometer zurückzulegen ist für Jürgen Kempe nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr, das in Ottersleben im 1075. Jahr nach Ersterwähnung zum Festjahr ausgerufen wurde, nahm sich der 68-Jährige vor, jene Jahreszahl in Kilometern zurückzulegen. "Die Tour ist eine der verrückten Ideen, die man eben so hat", sagte er mit einem Schmunzeln.
Das Vorhaben beginnt mit kleineren Strecken bis zu 30 Kilometern um diese dann auf bis zu 70 Kilometer zu steigern. Wöchentlich kommt der Ottersleber auf zwei bis drei Ausflüge durch die Magdeburger Börde. "Von der Ottersleber Siedlung geht es zunächst durch den ¿Schleepweg' bis zur ehemaligen Bundesstraße 81", so Jürgen Kempe. Anschließend fährt er südlich bis zur Umgehungsstraße, der er bis zum Thauberg folgt. In rasanter Fahrt geht es abwärts in den neuerbauten Kreisel hinein Richtung Hohendodeleben", sagt der Ottersleber. Ein Etappenziel ist dabei Egeln, je nach Wetterlage und körperlicher Verfassung folgt der Jubiläumsfahrer dem Weg in Richtung Wolmirsleben.
Die Rücktour erfolgt über Bahrendorf, wo ein Zwischenstopp eingelegt wird, Sülldorf, Oster- und Langenweddingen. "Je nach Wendepunkt komme ich auf eine Fahrstrecke von 60 bis 70 Kilometer", so das Mitglied der Vorbereitungsgruppe der Feierlichkeiten. Den "Tausender", wie er ihn nennt, erreicht der Ottersleber am 27. Juli, ein Freitag. Zwei Tage später ist die Tour De Ottersleben komplett geschafft. "Zwar vorfristig, denn eigentlich sollten die 1075 Kilometer erst im September erreicht werden. Aber was man weg hat, hat man weg", merkt Kempe an.
Die letzte Etappe hält noch eine Überraschung für ihn bereit: Der Tacho zeigt 44,3 Kilometer an, als Jürgen Kempe in Langenweddingen in ein Unwetter gerät. Auf der Suche nach einem Unterschlupf biegt der Radler in die Landstraße 246a ein und kommt schließlich in einem Gewächshaus eines Gärtners unter. "Fast im Trockenen, denn die Scheiben dieser Anlagen waren nicht mehr ganz dicht, rief ich erst einmal laut ¿Hallo', denn man weiß ja nie ...", so Jürgen Kempe. Ein älterer Mann mit Vollbart erscheint, der sich als sein Spielfreund von vor über 60 Jahren entpuppt. In all den Jahren haben sich die beiden Männer nur fünf bis zehn Mal gesehen. "Ich wusste auch, dass Hans-Walter hier eine Firma hat. Aber dass er ausgerechnet an jenem Sonntagvormittag bei seinen Rosen ist und ich bei Kilometerstand 1075,4 bei ihm als geborener Ottersleber aufkreuze, ist schon erwähnenswert", freut sich der 68-Jährige. Und: "Wären die vielen Wolken nicht gewesen, wäre ich wie meistens an seiner Gärtnerei vorbeigefahren."
Nicht vorbei-, sondern hinauffahren wird Jürgen Kempe noch den Brocken. Dort wolle er im September die Ottersleber Fahne präsentieren, kündigte er an.
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Zitat aus Artikel: "Auch die eigene Offenheit kann laut Studie zu mehr Akzeptanz führen: Geoutete Menschen berichteten demnach von weniger Diskriminierung als jene, die nicht offen mit ihrer Neigung umgingen. (dpa)" Das ist auch meine Erfahrung. Nachdem ich bis zum 55. Lebensjahr gebraucht habe, selbst zu meiner Transsexualität zu stehen und meine Angst zu überwinden, lebe ich völlig offen damit. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Meine Umwelt und selbst meine Familie akzeptieren mich so. Einer der Gründe, warum ich offen dazu stehe und sogar wesentliche Teile meiner Transition im Internet veröffentlicht habe ist, den Menschen zu zeigen, dass wir auch nur normale Menschen sind und keine Exoten. Nur der offene Umgang mit Homo- und Transsexualität kann für allgemeine Akzeptanz und Toleranz sorgen. Leider werden da aber von gesellschaftlicher und staatlicher Seite noch zu viele Hürden für uns aufgebaut, die auch diskriminierend sind. So zum Beispiel, dass keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist oder man als Transsexueller erst als "psychisch gestört" (F64.0 – Geschlechtsidentitätsstörung) gelten muss, in einem so genannten Alltagstest (für bis zu 18 Monate leben im gefühlten Geschlecht mit falschen Papieren, ohne mögliche körperliche Anpassungen) den Beweiß antreten soll und die Änderung des Vornamens und des Geschlechts nur über Gericht erlangen kann, was bis zu 3.000,- Euro kosten kann. Andrea Süßenguth
Glueckwunschzum Sieg Hanne.