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Mit Beginn des Berufsverkehrs bricht gestern Morgen in Magdeburg das Chaos aus: In allen Richtungen stauen sich die Fahrzeuge. Polizeisprecher Frank Küssner konstatiert gegenüber der Volksstimme: "Auf wichtigen Straßen der Stadt wird gebaut oder sie sind wegen des bevorstehenden Radrennens Rund um den Dom gesperrt - wenn dann der Magdeburger Ring als wichtigste Verkehrsader in Nord-Süd-Richtung dicht ist, verwundert mich die Situation nicht." Zum Ersten ist die Baustelle auf der Stadtautobahn, auf der statt auf zwei Spuren der Verkehr pro Richtung nur in einer läuft, derzeit ein Nadelöhr. ZumZweiten wird auch auf der Leipziger Straße und auf der Leipziger Chaussee gebaut. Hier rollt der Verkehr nur in Richtung Süden. Zum Dritten ist die Erich-Weinert-Straße dicht wegen Straßenbauarbeiten. Volksstimme-Leser haben die schwierige Anbindung ihrer Stadtteile bereits heftig kritisiert.
Doch auch in der Altstadt fließt der Verkehr nicht wie gewohnt. Gesperrt ist - zum Vierten - seit Wochen die Otto-von-Guericke-Straße in einer Richtung. Jetzt hinzugekommen ist - zum fünften - die Bahnhofstraße mit Bauarbeiten der Städtischen Werke. Und ausgerechnet am gestrigen Freitag mit dem Unfall auf dem Ring sind auch Schleinufer zum Siebten und Hegelstraße zum Achten wegen des Radrennens Rund um den Dom gesperrt. Thorsten Gebhardt ist Leiter des Tiefbauamts und sagt: "Der Zustand des Magdeburger Rings und der Gleisanlagen in der Otto-von-Guericke-Straße wie auch im Süden der Stadt ließen leider nicht zu, dass wir noch einen Winter abgewartet hätten. Die Schäden mussten behoben werden." Gerade dem Ring ist ein gewisser Ruf als Dauerbaustelle sicher. Dies jedoch sei - so der Tiefbauamtschef - immer noch Folge des Sanierungsstaus nach der Wende vor zwanzig Jahren. Jedoch werde heute solch hochwertiges Baumaterial eingesetzt, dass die Tiefbauer auf die Zukunft hoffen: Wenn der Ring an allen Stellen erneuert ist, sollte das für ein paar Jahr Ruhe bedeuten.
Alle Bauherren an den Großbaustellen sehen sich derweil im Zeitplan. Sowohl die Verkehrsbetriebe auf Otto-von-Guericke-Straße und Leipziger Straße und Chaussee als auch das Tiefbauamt auf dem Ring zwischen Salbker Chaussee und Wiener Straße und die Städtischen Werke im Norden der Leipziger Straße gehen davon aus, dass die Baustellen in wenigen Tagen so weit abgearbeitet sind, dass es spürbare Erleichterungen für den Individualverkehr wie für den öffentlichen Personennahverkehr geben wiird. Den kleinen Anfang macht heute die Freigabe des Abschnitts der Otto-von-Guericke-Straße vor dem Museum.
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Es sind genau diese Halbwahrheiten, wie sie Herr Haseloff in diesem Artikel äußert, die die emotionale Explosion der Beschäftigten vom Professor bis zu pflegerischen Hilfskraft am Klinikum in Halle, ausgelöst haben. Um es deutlich zu sagen: Wir haben gestern 101.000 Unterschriften für den Erhalt beider Universitätskliniken und Medizinischer Fakultäten übergeben, weil dies für die Zukunft in Sachsen-Anhalt erforderlich ist. Dieses Land braucht Ärzte und die Patienten mit schweren und "teuren" Erkrankungen Krankenhäuser, die deren Behandlung leisten können und wollen. Maximale Versorgung ist von Salzwedel bis Zeitz erforderlich! Es gibt auch keine Konkurrenz zwischen den beiden Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt um Patienten und Studenten! Die erwähnten Defizite aller Uniklinika in Deutschland sind ein Ergebnis fehlerhafter Bundespolitik. Es würde dieser Landesregierung gut zu Gesicht stehen, wenn sie sich im Bundesrat für die adäquate Bezahlung, der in unseren Häusern erbrachten stationären und ambulanten Leistungen, stark machen würde! Ein Nebeneffekt: Es kostet den Landeshaushalt keinen Cent, würde ihn sogar entlasten. Leider hatte in dieser Landesregierung ausschließlich Birgitta Wolff diesen Weitblick und ihr Rauswurf war das Zeichen für die wahre Politik einer Regierung, die in Halle 48.000 Wählerstimmen erhielt. Unser Aktionsbündnis hat 65.000 Unterschriften in dieser Stadt gesammelt. Wo sieht Herr Haseloff den Wählerwillen? Stattdessen erklärt er als Nebelbombe die alten Planungen im neuen Gewand und denkt es merkt keiner. Aber 20 Jahre Kampf gegen Privatisierung und Schließung der Universitätsmedizin in Halle machen sensibel. Die vom Finanzausschuss Landtages für erforderlich erachtete Fertigstellung des Campus in Halle, für die Mittel in Höhe von 80 Mio. erforderlich sind, und die ca. 10% Reinvestitionsquote werden von Herrn Bullerjahn und seinem Ministerpräsidenten kurzerhand zum Investitionsstau erklärt. Ist dies lediglich Beleidigung der Menschen oder einfach Unwissenheit und Unsicherheit? Klar wird: Wir werden uns in den nächsten Wochen häufiger auf der Straße treffen! Kommende Woche bereits in Magdeburg.