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Der spektakuläre Bau einer russisch-orthodoxen Holzkirche in Alte Neustadt ist längst geplatzt. Doch Gemeindevertreter Boris Pikalow überrascht nun mit einem Plan, den Bauplatz für die Kirche doch noch irgendwie zu retten. Ob dieser aufgeht, ist freilich mehr als ungewiss. Alternativen werden daher "abgeklopft".
Alte Neustadt l In Neu-Olvenstedt soll die russisch-orthodoxe Gemeinde ein Grundstück nahe des Bürgerbüros für einen Kirchenneubau in Kaufabsicht ins Visier genommen haben, erfuhr die Volksstimme. Boris Pikalow, offizieller Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche, möchte sich aber noch auf keinen neuen Standort festlegen. Im Gegenteil. Er habe den ursprünglichen Bauplatz an der Gareisstraße/Ecke Henning-von-Tresckow-Straße in Alte Neustadt noch immer nicht aufgegeben, so die überraschende Aussage Pikalows.

Die Fakten sprechen freilich ganz und gar dagegen. Nachdem der Bau an Problemen mit dem aus Russland gelieferten Holz (verfault) und der Statik 2007 gescheitert war, beschloss der Stadtrat, die Grundstücksschenkung an die Gemeinde rückgängig zu machen. Später wurde, bei einigen Gegenstimmen zwar, doch mit Ratsmehrheit, das Kirchenareal gar aus dem Flächennutzungsplan für Neustadt getilgt.
Inzwischen hat die Handwerkskammer das Grundstück gekauft, um dort Parkplätze für das Haus des Handwerks zu bauen. Mehr noch: Per Gerichtsbeschluss hat die Gemeinde das bereits gelegte Fundament wieder abzureißen.
Neues Holz soll aus Bayern statt aus Russland kommen
"Ja, natürlich, wir haben verloren", sagt Boris Pikalow im Volksstimme-Gespräch, fügt dann allerdings an: "Die Fundamente für die Kirche umfassen etwa ein Viertel des Grundstücks der Handwerkskammer. Wir haben die Kammer inzwischen angeschrieben und gefragt, ob sie uns diese Fläche freundlicherweise verkaufen oder verpachten würde. Wenn das absolut nicht möglich sein sollte, haben wir andere Grundstücke im Blick, da ist aber nichts entschieden."
Der Abriss des Fundaments sei für die russisch-orthodoxen Christen schließlich keine einfache Sache: "Das Fundament wurde geweiht und es wurden heilige Reliquien eingebracht. Vor einem Abriss müsste dort eine entsprechende kirchliche Zeremonie stattfinden", erklärt der Gemeindevertreter. Er hoffe indes noch immer, dass es dazu nicht kommt.
"Wir wollen der Handwerkskammer ein Angebot unterbreiten, vielleicht haben wir damit Erfolg und es gibt doch noch einen guten Ausgang", sagt Pikalow. "Wir als Gemeinde würden natürlich damit auch Kosten sparen. Immerhin haben wir in fast zwölf Jahren der Projektentwicklung schon viel Geld ausgegeben." In Sachen Statik sei inzwischen aus Sicht der Gemeinde auch alles geklärt, finanziell (knapp drei Millionen Euro Baukosten) nach der Pannenserie gerade noch nicht wieder, sagte Pikalow: "Wir haben viele Fehler gemacht, das geben wir zu." Auf russisches Holz würden die Bauherren aber so oder so nicht mehr setzen, betont auch Erzpriester Boris Ustimenko. Und Pikalow erklärt: "Wir stehen in Kontakt mit einer Firma in Bayern, die auf Holzbauten spezialisiert ist. Mit dieser würden wir die Kirche gern bauen, wie ursprünglich geplant."
Größte Kirche ihrer Art inDeutschland blieb Fiktion
Die 38 Meter hohe Kirche mit goldenen Zwiebeltürmen und Platz für rund 250 Gläubige sollte die größte ihrer Art in Deutschland werden und Ende 2008 fertiggestellt werden. Der Traum platzte.
Mit einem "Nein" der Handwerkskammer würde es ohnehin bei diesem Stand bleiben, zumindest an der Gareisstraße. Von der Kammer hieß es gestern zum Anliegen der russisch-orthodoxen Kirche: "Keine Auskunft."
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Zitat aus Artikel: "Auch die eigene Offenheit kann laut Studie zu mehr Akzeptanz führen: Geoutete Menschen berichteten demnach von weniger Diskriminierung als jene, die nicht offen mit ihrer Neigung umgingen. (dpa)" Das ist auch meine Erfahrung. Nachdem ich bis zum 55. Lebensjahr gebraucht habe, selbst zu meiner Transsexualität zu stehen und meine Angst zu überwinden, lebe ich völlig offen damit. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Meine Umwelt und selbst meine Familie akzeptieren mich so. Einer der Gründe, warum ich offen dazu stehe und sogar wesentliche Teile meiner Transition im Internet veröffentlicht habe ist, den Menschen zu zeigen, dass wir auch nur normale Menschen sind und keine Exoten. Nur der offene Umgang mit Homo- und Transsexualität kann für allgemeine Akzeptanz und Toleranz sorgen. Leider werden da aber von gesellschaftlicher und staatlicher Seite noch zu viele Hürden für uns aufgebaut, die auch diskriminierend sind. So zum Beispiel, dass keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist oder man als Transsexueller erst als "psychisch gestört" (F64.0 – Geschlechtsidentitätsstörung) gelten muss, in einem so genannten Alltagstest (für bis zu 18 Monate leben im gefühlten Geschlecht mit falschen Papieren, ohne mögliche körperliche Anpassungen) den Beweiß antreten soll und die Änderung des Vornamens und des Geschlechts nur über Gericht erlangen kann, was bis zu 3.000,- Euro kosten kann. Andrea Süßenguth
Glueckwunschzum Sieg Hanne.