Magdeburg | Die Zwischenzeugnisse stehen wieder an und für viele ist das der Startschuss, um sich für den Wunschausbildungsplatz zu bewerben. Doch wie soll diese aussehen? Was gehört dazu und vor allem, wie steche ich aus der Masse hervor? Jana Echternach von der Agentur für Arbeit Magdeburg verriet Jugendredakteurin Julia Hohn die fünf wichtigsten Tipps und Tricks.

1. An wen kann ich mich wenden, wenn ich Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen benötige?
Der Berufsberater der Arbeitsagentur hilft dir gern weiter und auch im Internet findest du viele Infos zum Thema. Unter: www.planet-beruf.de Meine Bewerbungen gibt es zahlreiche Infotexte, Arbeitsblätter, Übungen, Checklisten, Filme und Insider-Tipps von Fachleuten aus der Berufsberatung und Wirtschaft. Außerdem gibt es da auch Tipps für die Online-Bewerbung.

2. Wie kann ich schlechte Noten beim (Zwischen-)Zeugnis mit der Bewerbung korrigieren?
Das letzte Zeugnis gehört in eine Bewerbung, daher lassen sich schlechte Noten nicht "wegzaubern". Deshalb ist es umso wichtiger ist es, persönliche Eigenschaften und Interessen herauszustellen, die für den Ausbildungsberuf von Vorteil sind. Auch Nachweise über Praktika, Kurse oder die abgeleisteten Freiwilligendienste kann man einbinden. So zeigst du zum Beispiel, dass du zusätzliche Kenntnisse hast, die für den angestrebten Beruf nützlich sind oder auch, dass du dich engagierst.

3. Wie sieht eine erfolgversprechende Bewerbung aus?
Eine Bewerbung wird mit dem Computer erstellt. Fasse dich beim Anschreiben kurz: Wenn möglich sollte es maximal eine Seite sein. Falls du keinen PC zu Hause hast, kannst du deine Bewerbung auch im Berufsinformationszentrum (BiZ) erstellen.

Um Interesse zu wecken, solltest du dein Anschreiben selbst formulieren und nicht einfach aus einer Vorlage kopieren. Überlege, was dir an dem Beruf besonders gut gefällt und welche passenden Fähigkeiten du dafür mitbringst. Hast du zum Beispiel Hobbys, die etwas mit dem Beruf zu tun haben? Begründe auch, warum du ausgerechnet bei diesem speziellen Betrieb die Ausbildung machen möchtest. Achte auf fehlerfreie, saubere und ansprechend erstellte Unterlagen. Zur Sicherheit solltest du deine Unterlagen auch von deinen Eltern, Lehrern oder deinem Berufsberater auf Rechtschreibfehler prüfen lassen.

4. Was sollte in einer Bewerbungsmappe enthalten sein?
Zu einer schriftlichen Bewerbung für einen Ausbildungsplatz gehören in der Regel folgende Unterlagen: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Foto (ist keine Pflicht/ Wer ein Deckblatt verwendet, kann das Foto dort einfügen, sonst kommt es in den Lebenslauf), Zeugniskopien (in der Regel nicht beglaubigt) sowie Bescheinigungen über Praktika, Kurse, abgeleistete Freiwilligendienste oder Relevantes für die Arbeitsstelle.

5. Bewerbung besser per Post oder Mail?
Einige Betriebe wünschen mittlerweile eine Online-Bewerbung bzw. eine Übersendung der Bewerbung per Mail. Meist geht das aus der Ausbildungsstellenbeschreibung hervor. Im Zweifelsfall kann der Arbeitgeber vorsorglich dazu direkt befragt werden.