Magdeburg (dpa) | Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) will das neue Hochschulkonzept des Landes bis Mitte 2014 auf den Weg bringen. "Es muss strukturelle Veränderungen geben, damit wir den jungen Leuten eine exzellente Ausbildung bieten können", sagte der Minister.

So seien Konzentrationen und Kooperationen zwischen den Universitäten und Hochschulen im Land nötig. Angestrebt werde auch die Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Mit Thüringen gebe es schon vielversprechende Gespräche. Da das Konzept ab 2015 greifen soll, bestehe kein Grund zur übertriebenen Eile.

Nach monatelangem Streit und Protesten um die Hochschulfinanzierung hatte sich die schwarz-rote Landesregierung mit den Hochschulen Ende November auf Einsparungen geeinigt. Demnach werden keine Standorte geschlossen. "Es geht aber nun zum Beispiel darum, Doppellungen bei bestimmten Studiengängen zu vermeiden", sagte Möllring.

Sachsen-Anhalt wartet auf Finanzierung vom Bund

Im Kern soll der Etat der Hochschulen von 320 Millionen Euro 2014 um rund fünf Millionen Euro im Jahr 2015 gekürzt und dann bis zum Jahr 2019 auf diesem Niveau eingefroren werden. Weiterhin werden Mehrkosten für Personal, die auf tariflichen oder gesetzlichen Vorgaben beruhen, zu 90 Prozent vom Land ausgeglichen. Von 2020 an stellen die Hochschulen weitere Einsparungen von acht bis zehn Millionen Euro in Aussicht.

Die Landesregierung hält aber an ihrer Finanzplanung fest, im Jahr 2025 mit 50 Millionen Euro weniger in der Wissenschaft auszukommen. Derzeit umfasst der gesamte Wissenschaftsetat mehr als 800 Millionen Euro. Das Land setzt auch auf die Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung, wonach der Bund künftig auch Hochschulen mitfinanzieren soll.