Der Doktortitel ist der höchste akademische Grad - und der mit Abstand begehrteste. Formal bescheinigt er die Fähigkeit zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit. Hilfreich ist er jedoch auch außerhalb der akademischen Welt: In der Wirtschaft sorgt er in der Regel für einen satten Gehaltsaufschlag, in der Politik für Reputation.

Vor den Titel setzen die Promotionsordnungen jedoch den Fleiß. Wer bei der geforderten Doktorarbeit Sorgfalt bei den wissenschaftlichen Standards vermissen lässt oder gar dreist aus anderen Arbeiten plagiiert, riskiert die Aberkennung des Titels. Ex-Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sind die bekanntesten Fälle.

Wer promoviert wird, entscheiden an den Universitäten allein die Fakultäten - der Rektor hat dabei nichts zu sagen. (he)