Magdeburg. Die katholische Kirche unterstützt die Integration von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt mit 60.000 Euro. Magdeburgs Bischof Gerhard Feige unterzeichnete dazu am Mittwoch die Gründungsurkunde der Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt, die vom katholischen Sozialwerk Caritas verwaltet wird. Das Bistum Magdeburg habe weniger Geld als die reichen Erzbistümer Köln oder Freiburg, sagte Feige. "Aber es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen."

Von Februar an können legale Flüchtlinge Unterstützung beantragen, unabhängig von ihrer Religion oder ihrem Aufenthaltsstatus. Das Geld soll beispielsweise für Flugtickets von Familienangehörigen, Schulmaterial oder Medikamente fließen. Bischof Feige rief Privatleute und Unternehmen auf, das Startkapital durch Spenden aufzustocken.

Das Landesnetzwerk der Migrantenvereine begrüßt den Schritt. Es gebe bei traumatisierten Kriegsflüchtlingen großen Hilfebedarf, zugleich aber auch eine hilfsbereite Bevölkerung. Für diese gebe es nun einen Ansprechpartner. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) dankte Feige. Ziel sei es, aus Flüchtlingen deutsche Staatsbürger zu machen.

Kontakt zur Flüchtlingshilfe unter Telefon (0391) 6053236