Magdeburg. Gegen den 18-jährigen Omer O. startet am Dienstag der Prozess vor dem Magdeburger Landgericht. Ihm wird der Mord an einen 26-jährigen Gebrauchtwagenhändler im Magdeburger Stadtteil Neue Neustadt vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an.

Der Jugendliche soll am 29. Juli vergangenen Jahres im Büro-Container eines Gebrauchtwagenhandels den aus Syrien stammenden Inhaber mit einer Vielzahl an Messerstichen getötet haben. Hintergrund soll nach Volksstimme-Informationen ein vorausgegangener Streit zwischen dem Bruder des Opfers und dem Angeklagten gewesen sein. Nach der Tat war der Angeklagte aus dem Gebrauchtwagenhandel mit blutigem T-Shirt geflüchtet und konnte später von einem mobilen Einsatzkommando der Polizei festgenommen werden.

Verhandelt wird wegen des noch jungen Alters des Angeklagten vor der Jugendstrafkammer. Das könnte zur Folge haben, dass die Öffentlichkeit bei dem Verfahren ausgeschlossen wird. Bei einer Verurteilung nach dem Jugendstrafrecht droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren, nach dem Erwachsenenstrafrecht lebenslänglich.