Halle (dpa). Die ersten Kommunen des Landes haben am Freitag die Fluthilfebescheide für die Beseitigung der Hochwasserschäden erhalten. Mit den Fördergeldern können sie unter anderem Straßen, Brücken, Gebäude und Abwasseranlagen sanieren, die bei der Flut im Juni 2013 beschädigt wurden.

"Hinter den Maßnahmeplänen verbergen sich Projekte von vielen hundert Millionen Euro. Die Umsetzung wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bei der Übergabe der Bescheide im Landesverwaltungsamt in Halle.

Der Staatskanzlei zufolge entstanden allein bei der kommunalen Infrastruktur Schäden von rund einer Milliarde Euro. Bislang sind beim Landesverwaltungsamt etwa 2100 Projekte im Umfang von rund 700 Millionen Euro zur Behebung von Flutschäden angemeldet.

Um die Anträge zügig bearbeiten zu können, sei das Landesverwaltungsamt durch neue Mitarbeiter verstärkt worden, sagte Präsident Thomas Pleye. "Wir tun alles dafür, dass die Hilfsversprechen keine Lippenbekenntnisse bleiben, sondern so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt werden."

Erste Bescheide über jeweils eine Million Euro wurden an die Seniorenhilfe Zeitz (Burgenlandkreis) für ein neues Behindertenheim sowie an die Wasser und Stadtwirtschaft Halle GmbH übergeben. Diese will mehrere Projekte sanieren, insbesondere das Abwasserpumpwerk Tafelwerder.