Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR (BStU) verwaltet und erforscht die Akten des Staatssicherheitsdienstes (Stasi) der DDR. Bundesbeauftragter ist seit 2011 Roland Jahn.

Rechtsgrundlage bildet das 1991 in Kraft getretene Stasi-Unterlagen-Gesetz StUG, das Bürgern zudem die in der Geschichte beispiellose Möglichkeit einräumt, ihre Geheimakten einzusehen.

Rund 6,9 Millionen Ersuche und Anträge gingen bis Ende 2013 beim BStU ein, darunter knapp 3 Millionen Anträge von Bürgern. Die Zahl der Bürger-Anträge auf Akteneinsicht war 2013 von 88.231 (2012) auf 67.743 zurückgegangen; in Sachsen-Anhalt von 10.516 auf 8380.

Eine Expertenkommission soll laut Koalitionsvertrag über die Zukunft der Behörde nach 2019 entscheiden.

Ende 2019 läuft das zweimal verlängerte Gesetz zur Stasi-Überprüfung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes endgültig aus. (www.bstu.bund.de)