Burg (mf) l Bei einem Angriff zweier junger Männer auf einen 17-jährigen farbigen Burger mit Migrationshintergrund sind am Dienstag alle drei Beteiligten verletzt worden. Wie die Polizei gestern weiter mitteilte, war das Opfer an einer Bushaltestelle an einer Berufsschule in Burg (Jerichower Land) von einem Gleichaltrigen (2,5 Promille) mit rassistischen Äußerungen beschimpft worden. Anschließend schlug der Angreifer auf den Jugendlichen ein und zückte ein Messer.

Dies konnte das Opfer ihm abnehmen. Dabei verletzten sich beide. Ein 23-Jähriger, der bis dahin zusah, schlug nun auch auf den 17-Jährigen ein. Durch seine Gegenwehr wurde auch dieser Angreifer verletzt. Allerdings gelang es beiden, das Opfer zu Boden zu treten. Erst als ein Zeuge mit dem Auto stoppte, flüchteten beide, konnten aber ermittelt werden. Das Opfer und der 23-Jährige wurden in eine Klinik gebracht. Der 17-jährige wegen Propagandadelikten bekannte Angreifer wurde den Eltern übergeben. Der Staatschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung.