1. Vorwurf der Bestechlichkeit: Der Landrat des Jerichower Landes soll laut Staatsanwaltschaft im Zuge des Müllskandals für Genehmigungen für die Tongruben Möckern und Vehlitz mindestens 210000 Euro angenommen haben. Diese Vorwürfe werden durch neue Details gestützt (siehe unten).

2. Vorwurf der Bestechlichkeit: Seit knapp eineinhalb Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft zu einem zweiten Vorwurf der Bestechlichkeit. Dabei geht es um Jagdpachtvergaben im Jerichower Land im Jahr 2007.

3. Vorwurf der Steuerhinterziehung: Die Staatsanwaltschaft untersucht zudem den Verdacht, dass der Landrat in den Jahren 2004 bis 2008 private Fahrten mit dem Dienstfahrzeug als dienstliche Fahrten deklariert, diese aber nicht als vermögenswerten Vorteil bei den Steuererklärungen angegeben haben soll. Der Steuerschaden soll etwa 11000 Euro betragen.

Alle drei Verfahren wurden von der Staatsanwaltschaft kürzlich zusammengefasst. In dem gebündelten Verfahren soll "zeitnah" Anklage erhoben werden.