Goslar/Halberstadt (tk) l Goslars Rathauschef Oliver Junk hat sich für einen länderübergreifenden Harzkreis ausgesprochen. Die Landkreise Goslar (Niedersachsen), Nordhausen (Thüringen) und Teile des Harzkreises (Sachsen-Anhalt) sollten einen "Großkreis Harz" bilden. "Die gemeinsame Entwicklung im Harz darf nicht an Stadtmauern enden", erklärte der aus Bayern stammende CSU-Politiker gegenüber der Volksstimme.

Hintergrund seines Vorstoßes ist die bevorstehende Kreisgebietsreform in Niedersachsen. Dabei befürchtet Junk, dass der Kreis Goslar zu wenige starke Kreisnachbarn findet. Der Harz habe soviel gemeinsames Potenzial, das jedoch bislang wegen dreier Ländergrenzen zu wenig genutzt werde, so Junk.

Kritik an dem Vorschlag gab es von Landräten: Martin Skiebe (parteilos/Harzkreis) nannte es "inakzeptabel", dass nur Teile seines Kreises fusionieren sollen. Thomas Brych (SPD/Goslar) bezeichnete die Idee als "interessant, aber unrealistisch".