Magdeburg l Sachsen-Anhalt will sich zusammen mit Thüringen dafür einsetzen, dass wichtige Verkehrsvorhaben auch weiterhin beschleunigt geplant werden können. Das bedeutet, dass bei Klagen nur eine statt zwei Gerichtsinstanzen zuständig sind. "So können wir ein bis zwei Jahre Zeit sparen und Kostensteigerungen von bis zu vier Prozent vermeiden", sagte Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) am Dienstag. Der Vorschlag soll bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz im April in Leipzig auf den Tisch.

Für laufende Projekte wie die A-14-Nord greift noch der 1991 eingeführte beschleunigte Modus. Webel will diesen auch für vordringliche Bauten des ab 2015 geltenden Bundesverkehrswegeplans ausweiten. Profitieren würden in Sachsen-Anhalt 18 Vorhaben, darunter die Umfahrungen Halberstadt und Blankenburg und der Zubringer von Haldensleben zur A-14-Nord.

Zu weiteren Verzögerungen kommt es beim Weiterbau der A143 bei Halle. Darüber muss wegen eines EU-Naturschutzgebiets Brüssel befinden. Die Planer müssen Unterlagen nachliefern, sagte Webel. Er rechnet mit einem Start nicht vor 2015. Die A143 erspart 60Kilometer Umweg.