Magdeburg l An diesem Sonntag zwischen 18:49 und 19:59 Uhr werden in Magdeburg viele Augenpaare gespannt auf den Fernseher gerichtet sein. Denn dann wird das Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen eine Hauptrolle spielen bei der Gewinnzahlen-Bekanntgabe der ARD-Fernsehlotterie.

2012 erhielt die Einrichtung eine Förderung durch die Fernsehlotterie in Höhe von 200.000 Euro. Im März 2013 haben die Pfeifferschen Stiftungen das Kinderhospiz eröffnet. 6000 Einzelpersonen und Unternehmen hatten für den Aufbau des Hospizes gespendet: Insgesamt 900.000 Euro. Die Bauarbeiten dauerten acht Monate. Heute können hier bis zu acht Kinder, die wegen einer unheilbaren Krankheit eine verkürzte Lebenserwartung haben, stationär aufgenommen und palliativ gepflegt werden. Das Wort "palliativ" stammt aus dem Lateinischen, "palliare", mit dem Mantel umhüllen. Diese schützende Begleitung bietet im medizinischen Sinn auch ein Hospiz.

Es ist das einzige stationäre Kinderhospiz in Sachsen-Anhalt. Nun stellt Deutschlands älteste Soziallotterie die Einrichtung im TV vor - im Rahmen der Bekanntgabe ihrer Gewinnzahlen. Präsentiert werden die Gewinnzahlen diese Woche von Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen. "Es geht in der Kinderhospizarbeit nicht vordergründig darum, dem Leben unbedingt mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. Bei uns wird gespielt, gelacht, gekocht, geredet - und getrauert. Ein Stück Normalität für die Betroffenen ist unser Ziel", so Radbruch.

Am 10. Februar wird deutschlandweit zum achten Mal der Tag der Kinderhospizarbeit begangen. Mehr als 22.000 Kinder in Deutschland leben mit Diagnosen wie Krebs, Muskelschwund, Herz- und Stoffwechselleiden. Oft werden sie zu Hause gepflegt, jahrelang von Familien, deren unvorstellbare Belastung kaum jemand wahrnimmt.

www.kinderhospiz-magdeburg.de