Genthin (mf) l Beamte der Bundespolizei haben am Mittwoch am Genthiner Bahnhof drei Jugendliche im Alter von 13, 14 und 15 Jahren gestellt, die sich auf das Trittbrett einer ausfahrenden Lok gestellt haben. Sie wollten mit dem Zug "surfen", eine lebensgefährliche Mutprobe unter Jugendlichen. Diese forderte in den vergangenen Jahren bundesweit immer wieder Schwerverletzte und sogar Todesopfer.

Der Lokführer hatte im Genthiner Fall die Jugendlichen aber rechtzeitig bemerkt und eine Schnellbremsung eingeleitet. Daraufhin flüchteten zunächst das Trio, konnten aber von den Polizisten rechtzeitig gestellt werden. Am Genthiner Bahnhof waren bereits öfters Jugendliche am Zug hängend von Zeugen beobachtet worden. Auch in Niederndodeleben (Börde) hatten sich im November Schüler an einen Zug gehängt und waren nach dem Bremsen geflüchtet. Ein Neuntklässler aus Magdeburg konnte ermittelt werden. Es drohen in solchen Fällen Bußgelder von bis zu 1000 Euro.