Hannover l (dpa) Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen die starkbefahrene Ost-West-Autobahn A2 von Bielefeld bis zur Grenze nach Sachsen-Anhalt achtspurig ausbauen. Um dem erwarteten Verkehrszuwachs gerade auch von Lastwagen auf der wichtigen Ost-West-Achse zu begegnen, haben beide Länder den Ausbau für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.

In wenigen Wochen bereits starten die Arbeiten zur Mitbenutzung der Standstreifen zwischen Hannover und Lehrte, womit dort ab Herbst dieses Jahres bereits acht Spuren zur Verfügung stehen.

Sachsen-Anhalt dringt im Gegensatz dazu nicht auf einen achtspurigen Ausbau der Autobahn 2 im Land. "Die Schließung der noch vorhandenen Lücken im Verkehrsnetz unseres Landes hat für uns oberste Priorität", sagte der Sprecher im Verkehrsministerium, Peter Mennicke, am Freitag. Das Land wolle sich auf einen Ausbau der A14 konzentrieren.

Während die Unfallzahlen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt keinen besonderen Grund zur Sorge bieten, stagnieren sie in Niedersachsen auf hohem Niveau. Gut 3000 Unfälle wurden 2012 gezählt, bei 387 Karambolagen gab es Verletzte, zehn Menschen kamen ums Leben. Auch im vergangenen Jahr krachte es ähnlich oft, allerdings gab es weniger schwere Lastwagenunfälle und weniger Tote.