Magdeburg (os) l Von seinem Großvater, Unteroffizier Wilhelm Oskar Schröder, besitzt Hartmut Beyer aus Magdeburg noch Tagebuchaufzeichnungen. Auch Schröder war im Ersten Weltkrieg mit dem Nachschub von Pferden befasst. "Er hat in Halle gelebt, war in Rathenow stationiert und hat in der Altmark auf den Höfen zu Kriegsbeginn Pferde eingesammelt", berichtet sein Enkel. Im Tagebuch erzählt er vom Bahntransport nach Aachen, dem Einmarsch in Belgien und weiteren Stationen in Ostpreußen, Russland und Rumänien.

"Da er nicht der älteste Sohn meiner Urgroßeltern war (P), ging er der Preußischen Erbhofregelung gehorchend bereits vor dem Krieg zu den Husaren und wurde Unteroffizier", so sein Enkel. Den Krieg hat er überlebt.

Aufgrund seiner landwirtschaftlichen Ausbildung und seiner Aufgaben während des Krieges wurde er dann als Beamter in das preußische Hauptgestüt Trakehnen (Ostpreußen) berufen. Schröder: "Zunächst als Futtermeister, später dann in dem Rang eines Obersattelmeisters. Bis 1945 hat er dann noch im Landgestüt Kreuz in Halle gearbeitet."

Seine Armee- und Kriegszeit hat ihn wohl nie ganz losgelassen, merkt sein Enkel an: "Noch nach dem Krieg heiratete Wilhelm Oskar Schröder 1919 in seiner Husaren-Uniform."