Dessau (he) l Das Anhaltische Theater Dessau will mit einem eigenen Sparkonzept die Schließung von Sparten abwenden. Die Theaterleitung geht damit auf das Land zu, das seine Zuschüsse von 8 auf 5,5 Millionen Euro reduzieren will.

Das Papier liegt derzeit im Dessauer Rathaus zur Prüfung. Vorgesehen ist zum einen der langfristige Abbau von Personal. Freiwerdende Stellen sollen, soweit es künstlerisch vertretbar sei, nicht wiederbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen hingegen würden bis 2018 ausgeschlossen. Die bisherigen Verträge sollen in Teilzeitverträge umgewandelt werden, die Vergütung läge - wie bisher - zehn Prozent unter dem Tarif. "Für die Mitarbeiter ändert sich dadurch nichts, sie sind Verzicht gewohnt", sagt Theater-Sprecherin Franziska Blech.

Zweiter Bestandteil des Pakets soll die langfristige Halbierung von Schauspiel und Ballett sein. "Wir werden dann weniger und weniger aufwendig produzieren", sagt Blech, "aber immerhin verlieren wir die Sparten nicht ganz."

In einer Befragung haben sich 97 Prozent der Mitarbeiter für das Konzept ausgesprochen. Jetzt müssen sich die Stadt Dessau-Roßlau und das Land positionieren.