Wernigerode (tk) l Deutlich weniger Fahrgäste sind 2013 mit den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) gefahren. HSB-Chef Matthias Wagener bezifferte auf der Bilanzpressekonferenz das Minus mit zehn Prozent gegenüber 2012. Weil dieses touristische Angebot dennoch von rund 1,1 Millionen Fahrgästen genutzt worden ist, bezeichnete er das Vorjahr als insgesamt erfolgreich. Der Firmenumsatz erreichte 2013 "annähernd 12 Millionen Euro".

Hauptursache, so Wagener am Dienstag in Wernigerode, sei das schlechte Wetter nahezu während des gesamten Vorjahres gewesen. Darunter habe sogar die Brockenbahn gelitten, die traditionell die am stärksten gefragte HSB-Strecke ist. 649.000 Fahrgäste dort bedeuteten ebenso einen Rückgang gegenüber 2012 von zehn Prozent.

Mit Kostensenkungen und Fahrpreiserhöhungen will die HSB auf dieses Ergebnis reagieren. Die Planungen zum Bau einer Werkstatt in Wernigerode werden forciert. Dort könnten Loks und Wagen selbst und damit kostengünstiger repariert werden, kündigte Wagener an. Ab 19. März verteuern sich die HSB-Fahrkarten für die Selketal- und die Harzquerbahn um zwei Cent pro Kilometer. Auf der Brockenstrecke kostet die einfache Fahrt 23 Euro statt bislang 21 Euro, der Preis für die Hin- und Rückfahrt verteuert sich um drei auf 35 Euro.