Magdeburg l In Sachsen-Anhalt haben sich am Montag rund 400 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an Warnstreiks beteiligt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten wegen der stockenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen zu Protesten aufgerufen.

Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro sowie einen zusätzlichen Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderungen jedoch ab und hat bislang auch noch kein eigenes Angebot unterbreitet. In Magdeburg, Halle, Dessau und Wittenberg legten deshalb Mitarbeiter der Stadtverwaltungen die Arbeit nieder. In Köthen gingen auch etwa 50 Erzieher aus kommunalen Kindertagesstätten auf die Straße.

Bis zur Tarifrunde am Donnerstag soll es keine weiteren Streiks geben, erklärte GEW-Sprecher Hans-Dieter Klein auf Volksstimme-Anfrage. "Sollten wir mit den Arbeitgebern aber keine Fortschritte bei den Verhandlungen machen, werden wir ab kommender Woche nicht nur Stadtverwaltungen, sondern auch alle öffentlichen Kitas im Land bestreiken."

38000 Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt vertreten die Gewerkschaften im Tarifstreit. Bundesweit sind es 2,1 Millionen Mitarbeiter von Bund und Kommunen.