Magdeburg (dpa) l Die SPD Sachsen-Anhalts sieht zum raschen Ausbau der Stromnetze keine Alternative, wenn die Energiewende gelingen soll. "Wir brauchen regionale Netze und auch Stromtrassen für den Ausbau der erneuerbaren Energien", sagte die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Katrin Budde am Dienstag in Magdeburg nach einer Klausurtagung ihrer Partei zur Energiepolitik in Magdeburg.

CSU hat Vorbehalte

Im Norden der Republik werde viel Strom erzeugt, der in Süddeutschland gebraucht werde. In Sachsen-Anhalt soll eine Stromtrasse von Bad Lauchstädt über Thüringen nach Bayern entstehen. Das stößt in diesen beiden Ländern aber auf Kritik. Die CSU untermauerte am Dienstag noch einmal ihre Vorbehalte. Eine Entscheidung solle erst getroffen werden, wenn das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz steht, sagte CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt in Berlin. CSU-Chef Horst Seehofer hatte die Leitung bereits offen infrage gestellt.

In einer Erklärung zur Energiepolitik spricht sich die SPD Sachsen-Anhalts auch dafür aus, das stromintensive Unternehmen auch künftig bei der Zahlung der Ökostromumlage entlastet werden. Der Re-Industrialisierungsprozess in Sachsen-Anhalt dürfe nicht dadurch gefährdet werden, dass stromintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, benachteiligt würden, heißt es in dem Papier. Budde nannte vor allem die Chemische Industrie, die Ernährungswirtschaft, die Glasindustrie und die Automobilzulieferer.

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