Magdeburg (jw/st) l Der Verband der Gartenfreunde in Magdeburg schlägt Alarm: Weil mitterweile 1450 Parzellen in der Landeshauptstadt leerstehen, werden die Kleingärtner in diesem Jahr bereits auf 80.000 Euro Kosten für Pacht, Grundsteuer und Straßenreinigung sitzenbleiben. 2012 seien es noch 28.000 Euro gewesen, so Ute Simon, Vorsitzende der Magdeburger Gartenfreunde. Grund sei die aus Altersgründen schrumpfende Kleingärtnerschaft. Bis 2020, so die Prognose, werde jede vierte Parzelle ungenutzt sein. Die Stadt arbeitet deshalb an einem Konzept für die Zukunft des Kleingartenwesens, das 2015 fertiggestellt sein soll.

In Magdeburg sei der Leerstand mit aktuell neun Prozent noch moderat, sagt Peter Riebeseel, Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde. Im Landesschnitt liege der Leerstand mit durchschnittlich 16 Prozent noch deutlich höher und könne in ländlichen Regionen gar bei 35 Prozent liegen, warnt er. Damit seien auch entsprechende Belastungen für die örtlichen Vereine verbunden.