Magdeburg l Gerry Kley will es noch mal wissen. Der FDP-Politiker, 2002 bis 2006 Minister für Gesundheit und Soziales in Sachsen-Anhalt, tritt als Spitzenkandidat der Landes-FDP zu den Europawahlen an.

Was hat den 53-Jährigen dazu bewogen? "Ich kandidiere für das Europäische Parlament, weil sich die wesentlichen politischen Entscheidungen zunehmend auf die europäische Ebene verlagert haben und die Arbeit dort sehr interessant ist. Mit meinen Kenntnissen aus vielen Jahren in politischer Verantwortung denke ich, im Europäischen Parlament positiv wirken zu können."

Kley betreibt derzeit ein Dienstleistungsunternehmen im Umwelt- und Naturschutz-Consulting mit langjähriger Erfahrung. Dies soll auch der Ansatz für seine Tätigkeit in Brüssel und Straßburg werden, so er gewählt wird: "Im Europäischen Parlament möchte ich mich vordringlich in der Umwelt- und Naturschutzpolitik engagieren, da ich hier umfangreiche berufliche und politische Verknüpfungspunkte und Fachwissen habe." Eine zweite Schiene ist für den früheren Landesminister die Weiterentwicklung der europäischen Sozialpolitik unter Berücksichtigung der deutschen Besonderheiten.

Um das mäßige Interesse der Bürger an Europa zu erhöhen, hält es Kley für notwendig, die Entscheidungen frühzeitig zu kommunizieren und die Folgen zu erklären. "Ich werde über moderne Kommunikationsmedien, aber auch durch Bürgerversammlungen vor Ort versuchen, Europapolitik verständlich und interessant zu diskutieren und die Bürger zum Mitgestalten ermuntern", sagt der Hallenser FDP-Politiker.