Magdeburg (js) l Der am Freitag veröffentlichte Beitrag "Regierung plant Kehrtwende bei Personalpolitik" hat für einige Anrufe gesorgt. Pädagogen empörten sich über die Aussage der Regierung, dass Sachsen-Anhalts Lehrer angeblich nur 21,5 Wochenstunden arbeiten würden - was der zweitniedrigste Wert aller Bundesländer sei. Das stimme nicht. Ein Lehrer gibt 25 Unterrichtsstunden pro Woche; an der Grundschule gar 27 Stunden. Inklusive Vor- und Nachbereitung summiert sich die Arbeitszeit nach Angaben der Gewerkschaft sogar auf mindestens 50 Stunden je Woche. Was stimmt nun?

Alle haben recht.

Die Regierung bezieht sich auf die Statistik der Kultusministerkonferenz (KMK). Die KMK berücksichtigt auch Teilzeit-Kollegen. Alle Unterrichtsstunden werden durch alle Lehrer dividiert. Daher fällt diese Durchschnittszahl so niedrig aus - sie erlaubt aber einen Vergleich mit den Ländern. Das Bundesmittel liegt übrigens bei 22,8 Stunden.