Wegeleben l Der Wegelebener Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer (CDU) ist genervt. "Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht auf die schlechte Qualität des Mobilfunknetzes in der Stadt angesprochen werde", sagt er im Volksstimme-Gespräch. "Ob nun Bürger oder Gewerbetreibende, alle klagen über den miesen Empfang. Die Verständigung ist kaum noch möglich."

Das ist nicht zum ersten Mal so. Schon in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Probleme. Der Standort auf dem Schornstein der alten Betonfabrik am Ortsausgang nach Harsleben war regelmäßig von Störungen betroffen. "Wenn das einmal passiert, mag das ja noch angehen", meint Zimmer. "Inzwischen ist es aber schon eine Gewohnheit geworden und das geht einfach nicht."

Zimmer beschreibt, wie er bei einem Anruf mit seinem Handy quer durch das Rathaus laufen muss, um in irgendeiner Ecke wenigstens etwas Empfang zu haben. Ein vernünftiger telefonischer Kontakt sei nur mit dem Festnetz möglich. Ein Praxistest beim Vor-Ort-Termin bestätigt Zimmers Aussagen.

Der Bürgermeister hat sich mit einem Schreiben an die Telekom gewandt, um das Problem endlich aus der Welt schaffen zu lassen. Bis heute hat er darauf keine Antwort erhalten. "In den letzten Jahren hat sich nach meinen Anfragen wenigstens noch etwas getan", berichtet er. "Das Netz funktionierte nach den Reparaturen des Verteilers auf dem Schornstein wieder einigermaßen - wenn auch nicht lange."

Auf Volksstimme-Nachfrage teilte Georg von Wagner, der Pressesprecher der Deutschen Telekom in Berlin mit, dass im Augenblick umfangreiche Umbauarbeiten am Mobilfunkstandort in Wegeleben laufen. "Wir werden anschließend prüfen, inwiefern die Versorgung gegeben ist. Die Anlage ist aber technisch in Ordnung", so der Sprecher.