Wernigerode (dpa) l Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz auf dem Brocken werden sich die Ermittlungen noch mehrere Monate hinziehen. Ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig sagte am Sonntag, einen Zwischenbericht mit den Fakten zur technischen Untersuchung sowie den Radar- und Funkdaten werde es im Juni geben. Die Ursache für das Unglück solle dann in einem späteren Abschlussbericht genannt werden.

Am Freitagmorgen waren zwei Männer bei dichtem Nebel mit einer Cessna gegen einen Mast der Brocken-Wetterwarte geflogen. Die Maschine stürzte ab und ging in Flammen auf. Der 38 Jahre alte Pilot und sein 40 Jahre alter Passagier waren auf der Insel Rügen gestartet und wollten nach Hessen.

Obduktion soll Identität klären

In der Nacht zum Sonnabend bargen 22 Helfer des Technischen Hilfswerks die Reste des Wracks. Die Absperrungen wurden aufgehoben. Touristen besuchten am Wochenende wieder das beliebte Ausflugsziel.

Um die Identität der Toten zweifelsfrei zu klären, habe die Polizei bei der Staatsanwaltschaft Obduktionen beantragt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Experten der BFU haben ihre Arbeiten auf dem Brocken abgeschlossen.

Wie groß der Schaden für die Wetterwarte ist, wird Anfang der Woche ermittelt. Die automatische Windmessung, die Daten in das System der Wetterbeobachter einspeist, funktioniert nicht mehr. Die Experten müssen nun alle 20 Minuten von Hand messen.

Cessna stürzt auf dem Brocken ab

Eine Cessna mit zwei Passagieren ist am Freitagmorgen auf dem Brocken abgestürzt. Die Maschine hatte vermutlich wegen starken Nebels die Wetterwarte touchiert und war dann im Brockengarten aufgeschlagen. Beide Insassen waren bereits tot, als die Feuerwehr eintraf, um die brennenden Sportmaschine zu löschen.

Fotos: Julia Bruns