Magdeburg (dpa) l Die Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben 2013 Steuern in Höhe von rund 241 Millionen Euro nachzahlen müssen. Im Jahr davor trieben die Steuerprüfer 223 Millionen Euro zusätzlich ein, im Jahr 2011 waren es insgesamt 197 Millionen Euro, wie das Finanzministerium mitteilte.

Die Zahl der kontrollierten Betriebe sei seit einigen Jahren relativ konstant, hieß es weiter. So mussten 2013 rund 14.200 Firmen ihre Geschäftsbücher in die Hände der Steuerprüfer legen, zwei Jahre zuvor waren es 13.500. Außerdem wurden im vergangenen Jahr 286 Strafverfahren wegen Steuerbetrugs eingeleitet - deutlich weniger als 2012 (382) und 2011 (423).

Derzeit arbeiten in den Finanzämtern rund 570 Steuerprüfer. Auf die Zahl der Prüfer hat das Land keinen direkten Einfluss. Die Personalstärke werde in ganz Deutschland nach bestimmten Parametern bemessen, teilte das Ministerium mit. Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft spielten dabei eine maßgebliche Rolle. Mehr Prüfer brächten aber nicht automatisch mehr Geld. Betriebsprüfungen sind laut Ministerium ein wichtiges Instrument, um Steuergerechtigkeit im Land zu gewährleisten.