Magdeburg (dpa) | Polizisten in Sachsen-Anhalt werden häufiger Opfer von Gewalt. Zwar habe es 2013 weniger Fälle von Widerstand gegen Polizisten gegeben, dafür seien deutlich mehr Beamte im Dienst verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Zahl sei im Vergleich zum Vorjahr von 136 auf 205 Verletzte gestiegen, sechs davon schwer.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Uwe Petermann, nannte die Polizisten "Leidtragende der Politik". Es werde verkannt, welcher Gefahr sich die Beamten im alltäglichen Dienst aussetzten.

Erst im Februar war in Magdeburg ein Polizist bei einer Routinekontrolle mit einem schweren Fahrradschloss attackiert worden. Der Beamte erlitt mehrere Knochenbrüche und musste operiert werden.

Zudem sei der Anteil politisch motivierter Übergriffe angestiegen, so Petermann weiter. "Für politisch Extreme ist der Staat das Feindbild - und mit ihm Polizisten als Vertreter des Staates." Politische Übergriffe kämen sowohl von Rechts- und Linksextremisten wie auch von Migranten. Um die Gewalt gegen Polizisten zu mindern, forderte Petermann mehr Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit und höhere Strafen für Angriffe auf Beamte.