Kopenhagen l "Es hätte schlimmer kommen können", sagte Elzbieta Steinmetz, Sängerin von Elaiza. Die Band hatte einen Tag vor dem Finale ihre Bühnenshow komplett umgeworfen, beim Auftritt am Sonnabendabend war von den vorausgegangenen Komplikationen nichts mehr zu merken. Professionell und sympathisch präsentierten sich die drei Frauen den etwa 180 Millionen Fernsehzuschauern.

Von Enttäuschung war bei Elaiza keine Spur, die Band hatte sogar im Vorfeld der späteren Gewinnerin Conchita Wurst die Daumen gedrückt. Eine Woche lang hatte sich Elaiza in Kopenhagen der breiten Öffentlichkeit präsentiert und ihren Bekanntheitsgrad in ganz Europa enorm gesteigert. Der Song "Is it right" führt die deutschen Radiocharts an und wurde dafür mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Für das bis vor zwei Monaten völlig unbekannte Trio kann es nicht besser laufen.

Der Sieger des diesjährigen Eurovison Song Contests (ESC) heißt Tom Neuwirth und kommt aus Österreich. Der 25-jährige Travestiekünstler hat mit der Kunstfigur Conchita Wurst und der Popballade "Rise like a Phoenix" 290 Punkte eingefahren. In einem spannenden Abstimmungsmarathon verwies Conchita die Favoriten Niederlande (238 Punkte) und Schweden (218) auf den zweiten und dritten Platz. Es ist der zweite Sieg für Österreich nach 1966, damals mit Udo Jürgens ("Merci Chérie"). Deutschland landete mit Elaiza und "Is it right" abgeschlagen auf Rang 18 (39 Punkte). 26 Länder hatten sich für den Liederwettspreit qualifiziert, der in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ausgetragen wurde.

Elaiza starten aber weiter durch. Am Sonntag haben sie bereits ein Konzert auf dem Hamburger Hafengeburtstag gegeben, im Oktober folgt die Deutschlandtour. In Sachsen-Anhalt gibt es bislang keinen Konzerttermin.

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