Freiberg (dpa) l Sachsens Jäger fordern ein einheitliches, bundesweit koordiniertes Wolfsmanagement. Momentan habe jedes Bundesland einen eigenen Managementplan. Das sei angesichts der wachsenden Ausbreitung der Wölfe nicht mehr angemessen, sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Steffen Richter.

Auf dem 24. Landesjägertag am Samstag in Freiberg beauftragten die Delegierten daher den Landesjagdverband, sich auf Bundesebene für einheitliche Regelungen einzusetzen. Die Jäger wollen zudem eine Diskussion über den Schutzstatus des Wolfes in Gang bringen. "Die Entwicklung der Wolfspopulation ist sehr positiv, was aber auch zu zunehmenden Konflikten führt", sagte Richter.

"Bei einer weiteren positiven Entwicklung der Bestände wäre es legitim zu hinterfragen, ob am Schutzstatus etwas geändert werden könnte."Der Wolf gilt als besonders geschützte Art. Sein Abschuss ist in Deutschland eine Straftat. Aber schon im Nachbarland Polen ist der Schutzstatus des Wolfes laut Richter ein etwas anderer: Eine "Regulierung" des Bestandes sei unter bestimmten Bedingungen möglich. Über eine Angleichung müsse zumindest geredet werden, sagte Richter.17 Rudel sind bisher in Deutschland nachgewiesen. Möglicherweise gibt es auch noch mehr Tiere.