Magdeburg l Nur wenige Bilder von der Front zeigen zum Teil mit heute schwer verdaulicher Offenheit die Grausamkeit des Ersten Weltkrieges. Nicht das Leid der eigenen Soldaten ist zu sehen, sondern Tod und Zerstörungen, die dem Feind zugefügt wurden.

Auf einer Karte, die Volker Einbrodt aus Oebisfelde im Familienarchiv gefunden hat, sind auf mehreren Bildern sogar Kriegstote des Feindes abgebildet. Die Karte zeigt unter anderem einen erschossenen englischen Maschinengewehrschützen, der neben seiner Waffe auf einem Panzerwagen liegt. Die Karte wurde noch 1918, also kurz vor Kriegsende, herausgebracht.

Ulrich Freimuth aus Stendal besitzt noch Bilder, die sein Großvater Rudolf aus Blankenburg im Harz von der Ostfront geschickt hat. Eine Aufnahme zeigt eine Bäuerin in Slonim (Weißrussland), die vor ihrem durch eine Granate zerstörten Haus steht. Auf anderen Aufnahmen posieren deutsche Soldaten und Offiziere in Trümmerfeldern der abgebrannten Neustadt von Slonim. Im Hintergrund ist das zerschossene Dach der Kirche zu erkennen.

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