Magdeburg (dpa/cm) | Die 68 Badeseen in Sachsen-Anhalt sind zum Start der Saison sauber. 54 Gewässern sei sogar die höchste Wasserqualität von den Kontrolleuren bescheinigt worden, teilte das Sozialministerium mit. An einigen Stränden und Badeplätzen müssten aber noch nach dem Hochwasser vom vergangenen Jahr Stellen ausgebessert werden.

Gesundheitsminister Norbert Bischoff erklärte: "Alle 68 Badeseen erfüllen die strengen EU-Normen vorbildlich und weisen eine hohe Qualität auf." Zum Start appellierte Bischoff auch an die Badegäste: "Helfen Sie mit, dass die Wasserqualität erhalten und die Badestellen sauber bleiben. Lassen Sie keine Abfälle am Badestrand zurück und verhalten Sie sich rücksichtsvoll."

Die Einstufung der Gewässer erfolgt auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse der Jahre 2010 bis 2013. Danach wurden 54 Badeseen die höchste Einstufung und damit eine ausgezeichnete Badegewässerqualität bescheinigt. Sechs Seen bekamen eine gute Badegewässerqualität attestiert und damit die zweithöchste Einstufung. Die restlichen acht Seen erhielten keine Einstufung, was aber nicht mit der Wasserqualität zu tun hat.

Regelmäßige Kontrollen


Vielmehr handelt es sich um neue Badestellen oder aber um Seen, die nicht die von der EU geforderte durchgängige Kontrolle über vier Jahre vorweisen können, da sie unter anderem zwischenzeitlich geschlossen waren. So mussten zum Beispiel zwei Seen im Landkreis Stendal infolge des Elbehochwassers 2013 vorübergehend geschlossen werden.

Während der Saison, die offiziell bis zum 15. September dauert, werden alle aufgeführten Gewässer durch die örtlichen Gesundheitsämter im monatlichen Rhythmus kontrolliert. Neben der Entnahme und Analyse von Wasserproben finden Ortsbesichtigungen statt, bei denen unter anderem die Sichttiefe bestimmt sowie auf mögliche Verschmutzungen und Algenentwicklungen geachtet wird.

Empfohlen wird, zum Baden in natürlichen Gewässern allein die in der Badegewässerkarte ausgewiesenen Badestellen zu nutzen. Andere wie beispielsweise Kiesseen, Baggerlöcher oder kleinere Teiche, unterliegen nicht der regelmäßigen Überwachung durch die Gesundheitsämter.

Aktuelle Daten sowie Informationen zur Gesamtsituation der Badeseen - wie etwa zu Strandqualität, Sport-, Freizeit- oder Gastronomieangeboten - können während der gesamten Saison im Internet auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit und Soziales unter dieser Adresse abgerufen werden. Zudem wurde die Badegewässerkarte in einer Auflage von 9.000 Stück gedruckt und in die Landkreise geschickt.