Wanzleben l "Bürger aus Remkersleben, Klein Wanzleben und Ampfurth haben uns angerufen und gemeldet, dass sie beobachtet hätten, dass Altkleidersäcke, die von den Anwohnern für das Rote Kreuz herausgestellt worden waren, offensichtlich gestohlen worden sind. Sie beschrieben alle einen weißen Kleintransporter mit Oldenburger Kennzeichen, der ohne Aufschrift des Roten Kreuzes durch den Ort gefahren war", berichtet Einrichtungsleiterin Margitta Falkenberg, die daraufhin Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattete.

Ein Polizeisprecher bestätigte auf Nachfrage, dass eine entsprechende Anzeige am 5. Mai bei der Polizei eingegangen sei und die Ermittlungen aufgenommen wurden. Es kommt immer wieder vor, dass Kleidersammlungen karitativer Einrichtungen von Dieben missbraucht werden. Klar sei, dass das unerlaubte Einsammeln von Kleiderspenden einer Kleidersammlung den Tatbestand des Diebstahls erfülle. Die Polizei bittet Anwohner, die ähnliche Vorfälle beobachten, sich bei ihr zu melden.

Überschüsse werden in soziale Projekte investiert

Um seine regionalen Einrichtungen mit den sozialen Hilfsangeboten, wie die Tafel, die Suppenküche oder den Kleiderladen im ehemaligen Wanzleber Bahnhof, auf sichere finanzielle Füße stellen zu können, ist der DRK-Kreisverband weiterhin auf Spenden angewiesen. Unter der Überschrift "Sachspende zur Geldspende" hatte die Hilfsorganisation deshalb vom 22. April bis 8. Mai im Kreisverbandsgebiet zur großen Altkleideraktion aufgerufen.

"Durch den Verkauf der Überschüsse generieren wir freie Mittel für unseren sozialen Angebote. Das Geld investieren wir in ehrenamtliche Projekte wie beispielsweise in den Erhalt des Sozialen Zentrums, das Jugendrotkreuz oder in die Begegnungsstätten. Diese Einnahmen sind eine wichtige Quelle zur Finanzierung unserer Arbeit in den Gemeinden."

Ausmaß des Diebstahls unklar

Dank der Sammlung könne das Kleiderladen-Team den Bedürftigen in Wanzleben wieder besonders gut erhaltene Mode anbieten. "Der Kleiderladen wird seit der Eröffnung Anfang 2011 sehr gut angenommen. Allein 2013 haben 4392 Bedürftige das Angebot genutzt. Zwischen Januar bis Ende April haben schon wieder 1304 Kunden vorbeigeschaut", zählt Margitta Falkenberg auf.

De Straßensammlung führte die knapp 30 Helfer durch insgesamt 48 Orte. "Aufgrund des Diebstahls haben wir in Remkersleben leider keine einzige Kleiderspende vorgefunden. In Klein Wanzleben haben wir am Straßenrand noch sechs und in Ampfurth acht Kleidersäcke einsammeln können." Wie viele Kleiderspenden genau gespendet worden sind, ist noch offen. "Alles in allem sind es aber zwei große Container."