Burg l Ein Toter (58) und zwei durch Rauchgasvergiftung leicht verletzte Personen (67 und 52) sowie Sachschaden nach vorläufigen Schätzungen in Höhe von 60.000 Euro sind das Ergebnis der Gasexplosion am Mittwochabend in der Lüdersdorfer Straße in Burg.

Stefan Grohmann von der Energienetze GmbH vermutet eine illegale Gasentnahme. "Hier könnte ein nicht Fachkundiger versucht haben, Kosten zu sparen. Dass er dafür mit seinem Leben bezahlen musste, ist natürlich sehr traurig. Letztendlich müssen wir aber die Ermittlungen abwarten", betont er.

Sechs weitere Wohnung nicht bewohnbar

Nach Volksstimme-Informationen wurde eine entsprechende Konstruktion in der Wohnung des Verstorbenen gefunden. Die Polizei wollte das am Donnerstag aber weder bestätigen noch dementieren.

Die Polizei hat die Wohnung wieder freigegeben. "Sie ist nicht mehr bewohnbar", sagte der Sachverständige der Brandermittlung Mike Sambale. Sie wurde vollständig zerstört. Die anderen sechs Wohnungen im Mehrfamilienhaus sind aufgrund von Rauch- und Löschwasserschäden ebenfalls nicht bewohnbar.

Zweite Explosion in zwei Wochen

Der Vermieter ist die Burger Wohnungsbaugenossenschaft. Vorstand Diethelm Harp sagte nach der Begehung: "Der Gutachter konnte festhalten, dass keine Schäden an der Substanz entstanden sind." Die Druckwelle sei durch die Fenster abgeleitet worden.

Es war bereits die zweite Explosion in der Kreisstadt binnen zwei Wochen. Am 4. Mai ist ein Haus in der Magdeburger Straße explodiert. Dazu haben die Abrissarbeiten Anfang der Woche begonnen. Auch das Nachbarhaus wird abgerissen.