Merseburg | BWL? Wie bieder! Sprachwissenschaften? Total spießig! An der Hochschule Merseburg gibt es ab Herbst einen viel prickelnderen Studiengang. Er beschäftigt sich im wahrsten Sinne des Wortes mit nackten Tatsachen. Sein Name: Sexology.

Hierbei handelt es sich um ein Masterstudium. Ins Deutsche übersetzt, können sich künftige Absolventen dann also "Meister der Sexologie" nennen. Für den einen oder anderen Junggesellen dürfte die Aussicht auf solch Titel durchaus reizvoll sein. Doch so vielversprechend die Fachrichtungsbezeichnung auch klingen mag: Nein, hierbei handelt es sich nicht etwa um ein Intensivstudium des Kamasutra. Vielmehr geht es um sexuelle Bildung und Sexualberatung.

In der Schweiz scheint man davon besonders viel Ahnung zu haben. Jedenfalls arbeiten die Merseburger bei ihrem Studiengang mit dem Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie in Uster zusammen. Auf ihrer Internetseite stellt die sachsen-anhaltinische Hochschule die Möglichkeit in Aussicht, bei gemeinsamen Präsenzphasen "in einen regen Austausch über die Landesgrenzen hinaus" zu treten. Wie das konkret aussieht, bleibt abzuwarten. Schließlich steht dem Studiengang sein erstes Mal noch bevor.

Noch bis zum 15. Juni können Interessierte ihre Bewerbungsmappe einschicken. Aber bitte kein Nacktfoto auf den Lebenslauf kleben...