Magdeburg (es) l Mit dem Bild eines Schimpansen hat die Magdeburger Malerin Ute Bartel in einem internationalen Wettbewerb das Guericke-Einhorn gewonnen. Ihr Gemälde "Daydream" (Tagtraum) ist jetzt zusammen mit anderen Wettbewerbsbeiträgen in einer Sonderausstellung im Magdeburger Museum für Naturkunde zu sehen. Die Schau trägt den Titel "ART Vielfalt - Impressionen aus der Tierwelt".

Für den Wettbewerb hatten 28 Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden je drei Kunstwerke aus Malerei und Plastik eingereicht. Sie alle sind sogenannte Wildlife Artists - also Künstler, die Wildtiere und Landschaften mehr oder weniger naturrealistisch darstellen.

Veranstaltet wird der Wettbewerb alle zwei Jahre vom Museum für Naturkunde und dem Wissenschaftlichen Verein zu Magdeburg.

Ute Bartel ist für Kenner der Szene kein unbeschriebenes Blatt. Seit einigen Jahren gehört die 41-Jährige zu den aktivsten Tiermalern in Deutschland. 2012 erhielt sie bei der renommierten Ausstellung des Wildscape Magazins in Großbritannien den Preis "Wildlife Artist of the Year".

Das Besondere an ihren Bildern ist die Maltechnik. Bartel malt auf Seide - das kennt man sonst aus dem Hobby-Bereich. Als Jägerin und Vogelkundlerin verbringt sie viel Zeit in der Natur; dort findet sie Inspiration für ihre Tierporträts.

Neben ihrem Portrait eines verträumt schauenden Schimpansen ist auch ein Motiv Bartels aus der heimischen Natur zu sehen: der Fischotter, ein vom Aussterben bedrohtes Tier. Damit reflektiert sie den Artenreichtum ihrer Heimat, der Elbaue bei Magdeburg.

Die Ausstellung "ART Vielfalt - Impressionen aus der Tierwelt" läuft noch bis zum 14. September. Das Museum für Naturkunde Magdeburg ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.