Magdeburg l "Ja, das mit dem Playboy habe ich gemacht und dazu stehe ich auch", sagt Mandy Loskant auf die Frage, ob es tatsächlich sie ist, die anlässlich der Fußball-WM 2010 in dem für seine Freizügigkeit bekannten Magazin in einer sehr speziellen Mannschaftsaufstellung nicht mit ihren Reizen geizte. Die Kurzvita zum Playmate Mandy Loskant beschränkt sich auf "Position: Innenverteidigung, Alter: 28, Maße: 90-60-90, Wohnort: Magdeburg, Nightlife: Prinzclub in Magdeburg".

Heute ist Mandy Loskant 32 Jahre alt, studiert Verwaltungsökonomie an der Hochschule Halberstadt und hat Ambitionen auf eine politische Laufbahn. Zur Kommunalwahl trat sie im Magdeburger Wahlbereich 09 als Zweitplatzierte auf der AfD-Liste an, gleich hinter ihrem Lebensgefährten und Spitzenkandidaten Jörg Alsleben.

Keine Aussage zu politischen Zielen


Alsleben sammelte trotz des Bekanntwerdens seiner kriminellen Vergangenheit 332 Wählerstimmen. Eine vergleichsweise magere Ausbeute. Insgesamt aber vereinte die AfD - mit 90 Kandidaten am Start - in der Landeshauptstadt 10536 und damit 4,8 Prozent der Stimmen auf sich. Das reichte für drei Ratssitze. Einer fiel Alsleben zu.

Wegen seines Rückzugs vom Mandat rückt als Nächstplatzierte seine Lebensgefährtin Mandy Loskant (216 Stimmen) nach. Auf die Frage, ob sie das Mandat annehmen werde, sagt die Magdeburgerin entschlossen: "Ja, natürlich. Das werde ich tun." Zu ihrer Motivation und ihren politischen Zielen möchte sie sich vorerst nicht äußern.

Neben Loskant gehören der neuen AfD-Fraktion in Magdeburg zwei Rentner an. Der Ex-Liberale Rainer Buller (67) saß bis zum Jahr 2000 für die FDP im Stadtrat. Der 70-jährige Jürgen Fischer ist politisch ein noch unbeschriebenes Blatt.