Die Innenministerkonferenz beschloss im Jahr 2000, das neue, zusätzliche Anhaltesignal "Yelp" für die deutsche Polizei zu testen und dann einzuführen. Erst 2013 gab es eine offizielle Rechtsgrundlage. Die Bundesländer gingen unterschiedlich mit dem Thema um. Manche rüsteten früh, andere jetzt und weitere wiederum gar nicht um.

Magdeburg (dpa) | Erklingt auf Sachsen-Anhalt statt dem bekannten "Tatü-tata" bald das schrille Kreischen - das sogenannte Yelp-Signale (dt.: Jaul-Signal) -, dass vielen bisher nur aus US-Fernsehserien bekannt ist? Bereits im vergangenen Jahr war die Debatte aufgeflammt, Polizeifahrzeuge mit roten Blinklichtern und entsprechenden Warnsignaltönen auszustatten.

Sachsen-Anhalts Innenministerium hat nun bestätigt: Alle neuen Polizeifahrzeuge seien für die zusätzlichen Signale vorbereitet. Eine Entscheidung über die Einführung sei aber noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Die Einführung der zusätzlichen Technik neben Blaulicht und Martinshorn ist mit einer seit dem 1. August 2013 geltenden bundesweiten Rechtsgrundlage möglich. In mehreren Bundesländern sind bereits Fahrzeuge nach dem US-Vorbild im Einsatz.

Sachsen hatte vergangene Woche damit angefangen. In Brandenburg sind ebenfalls zehn Streifenwagen mit dem neuen Signalton ausgestattet. Zehn weitere, baugleiche Fahrzeuge sollen folgen. Die brandenburgische Landesregierung will aber nicht alle Funkstreifenwagen umrüsten - aus Kostengründen.