Magdeburg l Hals über Kopf wirkte die Schließung des Restaurants in exquisiter Lage - am Fuß des Doms und mit Blick auf den Fluss - auf den ahnungslosen Spaziergänger am Elbufer. Und genauso war sie auch für den Eigentümer des Gastronomieobjekts, Marco Mertens, nach eigener Aussage. Er und die bisherigen Betreiber des "L-Be", Angelo und Constanze Locorotondo, haben sich nach übereinstimmender Auskunft im Argen getrennt. Während Mertens von "fadenscheinigen Gründen" für den kurzfristigen Auszug spricht, sagt der Gastronom, dass man mit dem "Nervenkostüm am Ende" gewesen sei. Die langjährigen Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien werden nun vor Gericht ausgefochten. Worum es dabei genau ging, ließen sie offen.

Während die Gastronomen bereits ein neues Lokal eröffnet haben, das französisch-italienische Spezialitätenrestaurant "France Italia" an der Olvenstedter Straße 39, wird im ehemaligen "L-Be" derzeit aufgeräumt. "Nachdem wir die Terrasse erstmal vom Schmutz des vergangenen Hochwassers befreit haben, ist sie jetzt wieder richtig schön", sagt Mertens.

Wann und mit wem es weitergehen wird, will er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Es gebe aber "sehr viele Interessenten". "Sogar jemand aus Hamburg kommt nächste Woche vorbei", sagt er. Nur so viel: "In diesem Jahr wird schon noch etwas passieren." In Kürze will er konkretere Informationen präsentieren. Ihm persönlich schwebt ein Brauhaus an der Elbe vor. "Das wäre doch gigantisch", schwärmt Mertens.

Konkurrenz durch das im Bau befindliche Kaffeehaus im alten Eisenbahntor befürchtet er nicht. Durch die unterschiedlichen Angebote auch mit dem benachbarten italienischen Eiscafé würden sich die Lokale seiner Meinung nach ideal ergänzen.