Burg l Feuer, Rauch und Löschwasser haben ihre Spuren hinterlassen: Sieben Wohnungen befinden sich im Haus Lüdersdorfer Straße 13, die der Brand vom 21. Mai unbewohnbar gemacht hat. "In der Brandwohnung mussten der Putz und die Fliesen komplett entfernt werden", sagt Diethelm Harp, Vorstandsmitglied der Burger Wohnungsbaugenossenschaft (BWG).

Matthias Grade und Andreas Simon, Mitarbeiter der Firma, die für die Gebäudetrocknung zuständig ist, können sechs Wochen, nachdem die Feuerwehr die Flammen gelöscht hat, noch "leicht erhöhte Feuchtigkeitswerte" messen. "Die Bautrocknungsgeräte laufen rund um die Uhr", sagt Matthias Grade. Bis zum Ende der Woche soll die Trocknung der Räume abgeschlossen sein. Danach kann die Brandschadensanierung weitergehen. Dazu gehören zum Beispiel das Absaugen von Ruß oder die Geruchsbeseitigung. Der Brandgeruch ist schon beseitigt. "Dafür haben wir in der vergangenen Woche ein Gerät aufgestellt, das den Kohlenstoff in der Luft bindet", erklärt Sören Kalek, der mit der Brandschadensanierung betreut ist.

Spuren hat die Explosion auch am Haus gegenüber, das die Nummer 40 hat, hinterlassen: Vier Fensterscheiben sind durch die Druckwelle zersplittert. Das Wohnhaus gehört ebenfalls zum Bestand der BWG. "Die Fenster sind schon bestellt", erklärt Diethelm Harp. Weil erst mehrere Angebote eingeholt werden müssen, sei der Zustand der Fenster nach wie vor nicht verändert.

Bevor die Wohnungen in dem Unglückshaus wieder bewohnbar sind, müssen sie gründlich gereinigt werden. Vier Wohnungen sind besonders betroffen. "Von der Schrankwand zum Löffel muss alles gesäubert werden", erklärt Diethelm Harp.

Die Wohnungen auf der rechten Seite des Hauseingangs könnten noch im Juli wieder bezugsfertig sein, schätzt Diethelm Harp. Ein Mieter konnte seine Wohnung im Untergeschoss schon wieder beziehen. Zwei sind bei Bekannten untergekommen, zwei wohnen in einer Pension, ein Mieter ist im Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft umgezogen. Die Sanierung der Brandwohnung und der beiden Wohnungen darüber und darunter "wird noch dauern".

Saniert wird auch die komplette Gasanlage des Hauses. Die Mieter der Lüdersdorfer Straße 13 heizen mit Gas. Im Flur befinden sich die Zähler, in der Wohnung die Gastherme. "Künftig werden die sieben Wohnungen zentral aus dem Keller mit einem Gasanschluss beheizt", erklärt Harp. Die Sanierungsarbeiten in dem Haus "nutzen wir, um die Gasanlage zu modernisieren", sagt Harp weiter. Die Anbringung der Zähler im Keller entspreche den Standards, wenn neu gebaut wird, so Harp. Die BWG hat 953 Wohnungen mit Gasanschluss. Der Vorfall in der Lüdersdorfer Straße 13 sei laut Harp kein Grund, von Gas auf Fernheizung umzustellen.

In der Wohnung im ersten Obergeschoss war es am 21. Mai nach einer Gasexplosion zu einem Brand gekommen. Der Mieter, der die Gastherme nach Angaben der Polizei in der Wohnung in Suizidabsicht manipuliert hatte, war mit schweren Verletzungen aus der Wohnung gerettet worden. Er erlag dann in der Nacht nach Explosion seinen Verbrennungen.

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