Magdeburg (vs) l Anders als in Sachsen-Anhalt hat es auf Deutschlands Straßen 2013 so häufig gekracht wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Bundesweit wurden mehr als 2,4 Millionen Unfälle erfasst. In Sachsen-Anhalt sank dagegen die Zahl der Unfälle auf 76.085 und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Täglich sterben im Durchschnitt neun Menschen auf deutschen Straßen. Laut der endgültigen Zählung des Statistischen Bundesamts kamen 3.339 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben (139 in Sachsen-Anhalt). Das sei der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung 1953, erklärte das Bundesamt. Das schwärzeste Jahr in der Statistik war 1970 mit mehr als 21.000 Verkehrstoten.

Am Rückgang der Todesfälle habe die Sicherheitstechnik einen großen Anteil, sagt Unfallforscher Siegfried Brockmann: "Der Sicherheitsgurt ist nach wie vor der Lebensretter Nummer eins."

Seit Januar steigt die Zahl der tödlich Verunglückten allerdings wieder deutlich. In den ersten vier Monaten dieses Jahres starben 941 Menschen auf deutschen Straßen, fast hundert mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.