Der Bau: Das Rechenzentrum wurde in 18 Monaten Bauzeit errichtet. Acht Schwerlastkräne waren im Einsatz. 155000 Kubikmeter Erdmasse wurden bewegt, 34000 Tonnen Stahl und Beton verbaut, 100 km Kabel verlegt. Zur Investitionshöhe macht die Telekom keine Angaben. Nach Expertenschätzungen liegt sie im knapp dreistelligen Millionenbereich.

In Betrieb: Jetzt nehmen die Rechner im ersten Bauabschnitt ihren Betrieb auf. Er verfügt über 5400 Quadratmeter IT-Fläche. An den Zwillingsstandorten Biere und Magdeburg finden jetzt etwa 30000 Server-Computer Platz.

Der Ausbau: Der Neubau in Biere verfügt aktuell über zwei Rechenzentrumshallen ("Module"). Das Ausbaukonzept der Telekom sieht vor, dass 20 weitere Module in Biere gebaut werden können. Im Endausbau sind in Biere/Magdeburg 34000 Quadratmeter IT-Fläche mit 68,4 Megawatt IT-Leistung möglich.

Die Arbeitsplätze: 100 neue Arbeitsplätze entstehen zunächst in Biere, 30 neue Arbeitsplätze in Magdeburg. Insgesamt beschäftigt die Telekom (T-Systems) am Standort Magdeburg dann 880, zumeist hoch qualifizierte technische Mitarbeiter.

Die Sicherheit: Das Rechenzentrum "spiegelt" seine Daten an zwei Standorten, damit im Katastrophenfall die Daten abgesichert sind. Es gibt Video- und Wärmebildkameras, elektronische Schleusen und Hochbrückenzugänge zu den Serverräumen. Zwölf Notstromaggregate (leistungsstarke Schiffsdiesel) sorgen im Notfall für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.