Magdeburg l Die kreisfreien Städte verteilen sich im Landesvergleich in Sachen Baugeschehen zwischen den Landkreisen: Halle liegt im Mittelfeld, Dessau-Roßlau am Ende - und Magdeburg nimmt die Spitzenposition ein. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts in Halle hervor. Mit 288 fertiggestellten Gebäuden liegt die Landeshauptstadt dabei unangefochten an der Spitze. In diesen befinden sich 539 neue Wohnungen, in diesem Punkt folgen der Landkreis Harz mit 352 und der Landkreis Börde mit 307 Wohnungen.

Obwohl auch Halle derzeit mit steigenden Einwohnerzahlen zu tun hat, werden dort nicht so viele Wohnungen fertiggestellt wie in Magdeburg: Die Statistikbehörde des Landes hat für die Saalestadt im vergangenen Jahr die Fertigstellung von 215 Wohnungen registriert - was also weniger als der Hälfte des landeshauptstädtischen Wertes entspricht. Das Landesamt definiert eine Wohnung wie folgt: "Eine Wohnung hat grundsätzlich einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, einem Treppenhaus oder einem Vorraum, ferner Wasserversorgung, Ausguss und Toilette, die auch außerhalb des Wohnungsabschlusses liegen können."

In Sachen Nichtwohnungsbau - dies betrifft Gebäude, in denen mindestens die Hälfte der Fläche nicht zu Wohnzwecken genutzt wird - liegt Magdeburg im Mittelfeld, noch vor den anderen beiden kreisfreien Städten.

Im ganzen Bundesland Sachsen-Anhalt sind vergangenes Jahr 2256 neue Gebäude fertiggestellt worden. Dies bedeutet die Fortsetzung eines leichten Aufwärtstrends, nachdem die Zahl von 8586 im Jahr 2000 auf 2050 im Jahr 2010 eingebrochen war.

Neben dem Bau von Wohnhäusern mit mehreren Wohnungen erlebt derzeit der Eigenheimbau in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt eine Blüte: Auf Flächen insbesondere in Neu-Olvenstedt im Westen der Landeshauptstadt, wo durch den Abriss von Plattenbauten im Rahmen des Stadtumbaus Ost Platz frei geworden ist, kommen derzeit Häuslebauer zum Zug.