Magdeburg (dpa) l Der juristische Streit um gefälschte Internetauftritte eines Magdeburger Mediengestalters geht in eine neue Runde. Dieses Mal geht es laut Landgericht Magdeburg um Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht. Der CDU-Politiker hatte gegen den 29-jährigen Mediengestalter geklagt, weil dieser sich bei Twitter als Stahlknecht ausgegeben hatte. Die Richter hatten ihm das schriftlich untersagt. Dagegen habe der Mann aus Schönebeck Widerspruch eingelegt. Die Verhandlung ist für den 18. August angesetzt.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Landgericht über andere gefälschte Internetauftritte des Mediengestalters entschieden. So darf er bei Twitter und Facebook nicht vorgeben, offizielle Informationen des Ordnungsamts der Stadt Magdeburg zu verbreiten. Das Gericht drohte eine Ordnungsstrafe von 250.000 Euro oder sechs Monate Ordnungshaft an, wenn er den Auflagen nicht nachkommt. Der Mann hatte angekündigt, auch gegen dieses Urteil Widerspruch einlegen zu wollen. Das sei bisher nicht geschehen, sagte der Gerichtssprecher.