Staßfurt (rki) l Bei der toten Frau, die am vergangenen Donnerstagabend bei Erntearbeiten auf einem Weizenschlag zwischen Hohenerxleben und Löbnitz entdeckt wurde, handelt es sich zweifelsfrei um die seit dem 4. Juni vermisste 61-jährige Frau aus Staßfurt. Das teilte das Polizeirevier in Bernburg am Freitag der Volksstimme mit.

"Im Rahmen der am 30. Juli durchgeführten rechtsmedizinischen Untersuchung konnte die Identität noch nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Erst der zahnmedizinische Statusbericht vom 31. Juli konnte die traurige Gewissheit bringen", sagte der Pressesprecher des Reviers, Marco Kopitz.

Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen der Polizei zufolge nicht vor. "Die genaue Todesursache bleibt allerdings unklar", so Kopitz.

Die Frau war von der Polizei tagelang gesucht worden. Dabei zogen die Ermittler auch die TV-Sendung "Kripo live" im MDR mit ein, die diesen Fall am 15. Juni ausgestrahlt hatte.

Gestern wurde der Polizei der nächste Vermisstenfall bekannt. Gegen 9 Uhr wurde eine 37-jährige Staßfurterin bei der Polizei als vermisst gemeldet. "Sie hat mit persönlichen oder familiären Problemen ihre Wohnung verlassen", teilte das Polizeirevier auf Volksstimme-Nachfrage mit. Es bestehe die Gefahr, dass die Frau sich etwas antuen wolle.

Zur Suche hatte die Polizei gestern neben eigenen Kräften auch einen Fährtenhund und einen Hubschrauber eingesetzt. Letzterer kreiste am Nachmittag über Staßfurt und flog auch das Gebiet an der Bode bei Unseburg ab.

"Leider konnten wir die Vermissste bis zum späten Nachmittag nicht auffinden", sagte ein Polizeibeamter. Für das Wochenende kündigte er eine Pressemitteilung mit ausführlichen Informationen an.