Magdeburg l Seit Januar 2001 erinnert in Magdeburgs Innenstadt eine Stele aus Sandstein an Henning von Tresckow - feierlich aufgestellt an seinem 100. Geburtstag. Sie steht am Rande des Nordparkes in Höhe der bereits 1991 so benannten Henning-von-Tresckow-Straße, gleich neben dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität.

Der damalige Oberbürgermeister Willi Polte (SPD) nannte Henning von Tresckow bei der Einweihung einen ungebeugten, christlich-humanistischen Offizier. "Wenn sein Vorhaben gelungen wäre, hätte er vielleicht seine Geburtsstadt vor der verheerendsten Zerstörung ihrer Geschichte gerettet. Allein, dass er es versucht hat, sollte uns Magdeburger stolz auf ihn machen."

Initiiert wurde das Vorhaben von Karl-Heinz Paqué, Professor an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, und Oberst Ulrich C. Kleyser, dem damaligen Kommandeur des ehemaligen Verteidigungsbezirkskommandos 82 der Bundeswehr in Magdeburg. Die Realisierung lag in der Hand der Magdeburgischen Gesellschaft - in enger Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und mit Unterstützung der Stadt. Die Kosten wurden durch Spenden von Unternehmen und Privatpersonen gedeckt.

Seitdem gibt es in jedem Jahr am 20. Juli, dem Jahrestag des gescheiterten Attentates auf Adolf Hitler, Gedenkveranstaltungen an der Stele. "Das Attentat ist ein herausragendes Zeichen des Widerstandes gegen Hitler", sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) bei der zurückliegenden Gedenkstunde. Uwe Ried vom Landeskommando Sachsen-Anhalt würdigte Henning von Tresckow als "heldenhaftes Vorbild für die Bundeswehr". Er habe dem Wiederaufbau Deutschlands den Weg bereitet.