Magdeburg (sj) l Rund 5800 Tonnen Naturkalk werden in den nächsten sechs Wochen per Hubschrauber auf rund 1800 Hektar Wald im Oberharz ausgebraucht, teilte das Agrarministerium am Dienstag in Magdeburg mit.

Die Waldkalkung erfolge in diesem Jahr in den besonders stark geschädigten Forstrevieren Königshütte, Tanne, Trautenstein, Benneckenstein und Wernigerode. Die Harzwälder sind laut Umweltministerium vom "sauren Regen" besonders stark betroffen. "Mit der Bodenschutzkalkung wollen wir die bereits geschädigten Waldböden und die Waldbäume sowie das Grundwasser vor einer zunehmenden Versauerung schützen", sagte Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU).

Bei dem Naturkalk handelt es sich um magnesiumhaltiges Dolomitgestein. Das Naturprodukt sei auch bei direkter Berührung nicht gesundheitsschädlich. Die Flächen werden während der Kalkung kurzfristig gesperrt. Damit solle vor allem verhindert werden, dass die Kleidung der Waldbesucher verschmutzt wird. Pilze und Beeren könnten von den gekalkten Flächen gesammelt und nach gründlichem Waschen verzehrt werden.