Kein Hokuspokus: Die Lektüre von "Harry Potter"-Büchern fördert die Toleranz. Das ist das Ergebnis einer Studie, erstellt von Wissenschaftlern der Universität Modena in Italien. Der berühmteste Zauberschüler der Welt setzt sich also nicht nur tapfer gegen dunkle Mächte zur Wehr, sondern er kämpft auch erfolgreich gegen Vorurteile.

Harry Potter, mit großem Gerechtigkeitssinn ausgestattet, schlägt sich stets auf die Seite der Schwächeren. So ergreift er zum Beispiel immer wieder Partei für die "Schlammblüter". Das sind Hexen und Zauberer, die von "Muggeln" - Menschen ohne magische Kräfte - abstammen. Minderheiten also, denen fiese Kerle in der Zauberschule Hogwarts das Leben schwer machen. Ergebnis der Studie ist: Harry-Potter-Fans eifern ihrem Vorbild nach: Kinder und Jugendliche, die sich mit der Figur identifizieren, sind toleranter gegenüber Migranten und Homosexuellen. Die Wissenschaftler nennen den Abbau von Vorurteilen die "größte Zauberei Harry Potters".

Da verwundert es nicht, dass die italienischen Forscher "Harry Potter" als Lektüre für den Schulunterricht empfehlen. Was für herrliche Aussichten! Der Zauberlehrling kommt in die Klassenzimmer. Und mit ihm die Hoffnung, dass dann bald auch "Mathe" keine Hexerei mehr ist.